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Berliner Zeitung, 26.11.2003
Die ersten Gleise liegen schon
Bahn baut Nord-Süd-Route
Wo sich einst Sand erstreckte, liegen seit kurzem Gleise. Fast unbemerkt
von der Öffentlichkeit sind mitten in Berlin die ersten Schienen
der neuen Nord-Süd-Verbindung verlegt worden. Die beiden Gleise reichen
2,2 Kilometer weit von der Papestraße zum Gleisdreieck - bis kurz
vor den Tiergartentunnel, der unter dem Potsdamer Platz hindurch zum Hauptbahnhof/Lehrter
Bahnhof führt. "Jetzt sind wir dabei, die Gleisverlegung im
Tunnel vorzubereiten", sagte Hany Azer, Projektleiter bei der Deutschen
Bahn (DB) Projektbau.
Lastwagen fahren in den Tunnel hinein, um Beton
zu liefern. Ampeln sorgen dafür, dass es nicht zu Unfällen kommt.
Ein spezieller Schall- und Erschütterungsschutz soll verhindern,
dass im Sony Center die Gläser klirren, wenn ein Zug die Betonröhre
durchfährt. Nächstes Jahr soll auch im Tiergartentunnel mit
der Verlegung von vier Gleisen begonnen werden, sagte der Ingenieur. Die
Schienen, die für die gesamte, neun Kilometer lange Nord-Süd-Verbindung
benötigt werden, sind 135 Kilometer lang. 120 000 Betonschwellen
werden gebraucht, 250 Signale aufgestellt. Im Mai 2006 soll der erste
Zug mit Fahrgästen die Strecke befahren. (pn.) Autor: Peter Neumann
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Der Tagesspiegel, 06.11.2003
Ente ohne Trüffel
Hans-Peter Wodarz verlängert Pomp Duck bis Ende 2004
Er hat sich durch die Konkurrenz die Laune nicht verderben
lassen. Ich bin ja fast schon Berliner, sagte Hans-Peter Wodarz
am Dienstag anlässlich einer Pressevorführung. Wichtigstes Zeichen:
Pomp Duck and Circumstance ist bis zum 31.Dezember 2004 verlängert
worden, vorerst, wie der Chef betont. Denn er spielt inzwischen mit dem
Gedanken, sogar die Fußball-WM 2006 in der Stadt zu begleiten. Angesichts
dieser langfristigen Pläne ist ein kleiner Rückschlag zu verkraften:
Die Weiße Trüffelnacht, die am kommenden Sonntag
im Zelt am Gleisdreieck stattfinden sollte, ist geplatzt. Die italienischen
Veranstalter haben die Versteigerungs-Gala zugunsten der Unesco, die parallel
in Los Angeles, in Berlin und auf der MS Europa vor den Kanarischen Inseln
stattfinden sollte, ohne Angabe von Gründen abgesagt. Der Münchener
Küchenchef Mario Gamba, der das FünfGang-Menü kochen wollte,
sitzt nun auf sechs Kilo weißen Trüffeln für 30000 Euro.
So oder so entwickelt sich die Show, die seit 100 Tagen
unter dem Motto Restaurant out of control steht, langsam weiter.
Regisseur David Shiner sagte, er wolle noch mehr Musicalelemente einbringen
und beispielsweise eine Ratte auftreten lassen, die an der Bühne
auftauche und schöne Lieder singe.
Doch auch artistische Neuigkeiten gibt es von Zeit zu
Zeit. Seit einigen Wochen ist der 12-jährige Tscheche Alan Sulc neu
im Programm, ein Nachwuchs-Rastelli, der mit rasendem Tempo neun Gummibälle
gleichzeitig in der Luft hält und auf der nächsten Zirkus-Olympiade
in Monte Carlo auftreten wird. Allmählich etabliert sind auch die
beiden Programme, mit denen Wodarz die beiden Ruhetage der Show, Montag
und Dienstag, überbrückt. Am Montag bieten Evi und das
Tier musikalisches Entertainment mit einem Hauch von Persiflage,
und am Dienstag zeigt Chin Meyer alias Siegmund von Treiber, Nervensäge
der Pomp-Duck-Show, sein kabarettistisches Steuerfahnder-Solo unter dem
Titel Keine Schonkost.
Schließlich wird im Zelt einer gefunden,
der bisher noch nie gesucht worden war: der deutsche Suppenstar.
Das Finale des Hobbykochwettbewerbs, der im März in Thüringen
begonnen hatte und in den deutschen Zipfeln Görlitz,
Oberstdorf, List/Sylt und Selfkant bei Aachen fortgesetzt wurde, findet
statt am Mittwoch, dem 19.November. Vermutlich. Und dann plant die Ente
noch Nachwuchs: eine Show namens Crazy Duck im neuen Goya
am Nollendorfplatz, zu sehen vermutlich ab November 2004. Bernd Matthies
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