Berliner Morgenpost, 17. 01. 2004

Bürgermeister bekämpft illegalen Autohandel

Schöneberg

Der Autohandel und das undurchsichtige Firmengeflecht an der Bautzener Straße sind Anwohnern und dem Bezirk seit Jahren ein Dorn im Auge. Sie wollen den Lärm durch an- und abfahrende Autos und Auto-Transporter nicht länger hinnehmen und ärgern sich über abgestellte Rostlauben - die oft ohne Kennzeichen zur Probe gefahren werden. "Ich bin nicht mehr gewillt, diesen Zustand hinzunehmen", sagt Bezirksbürgermeister und Wirtschaftsdezernent Ekkehard Band (SPD), der sich dort gestern mit der Polizei und Vertretern des Amtes für Wrack-Beseitigung traf. Die Straße sei sonnabends geradezu ein Automarkt.

Die Dienststelle in Lichtenberg muss mit sieben Außendienst-Mitarbeitern 25 000 Anzeigen pro Jahr bearbeiten und ist hoffnungslos überlastet. Band will erreichen, dass alte Autos schneller beseitigt werden. Die Polizeibeamten des Abschnitts 42 haben in diesem Jahr schon 50 gelbe Plaketten auf illegal abgestellte Autos geklebt. Die Autos müssten nun "unverzüglich" entfernt werden.

ela