Der Park
Der Park entsteht auf dem Gelände des Gleisdreiecks, das zur
Zeit der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Die Haupterschließung
erfolgt über eine Nord-Süd-Achse und eine Ost-West-Achse.
Der Park ist Bestandteil eines übergeordneten Grünsystems.
Die Gestaltung des Parks gibt eine Antwort auf die Forderung, die Stadtnatur
als solche zu erhalten und dem Menschen innerstädtischen Raum für
eine vielfältige Freizeitgestaltung zu bieten.
Die Stadtnatur als in Entwicklung befindliche Vegetationsform ist durch
einen überquerenden Steg erlebbar gemacht. Die Kontinuität
ihrer Entwicklung ist gewährleistet. Auch die Kleingärten
sind in ihrer Fläche erhalten und erlangen durch technische Maßnahmen
wie Solarenergie, Windkraft und Wurzelraumentsorgung einen beispielhaften
Charakter, der zum Nachahmen anregen soll.
Die S-Bahnbögen 1-79 sind ihrem Charakter gemäß ausgebaut
und mit vorgelagerten Freiräumen dem Park zugeordnet. Sie bieten
den Raum für unterschiedliche gewerbliche Nutzungen.
Verschiedene Formen der Freizeitgestaltung finden im Park in spezifischen
Räumen ihren Ausdruck. Das Kreuzberger Parterre, als Kontrast zur
Dichte der Umgebung, ermöglicht durch seine Großzügigkeit
ein ungewohntes Erleben des Raumes und der Ruhe. Im Bereich des Parterres
sind Objekte angeordnet, die die Gesetzmäßigkeiten und Erstaunliches
der Natur spielerisch erlebbar machen. Künstler und Wissenschaftler
sind gefordert, in Zusammenarbeit fantasieanregende, durch Benutzung
veränderbare, interessante Elemente zu entwickeln. Optik, Akustik,
Schwerkraft und Magnetismus bilden Themen, die (spielerisch) vermittelt
werden sollen. Der Spielpark mit direkter Anbindung zum Kreuzberger
Parterre bietet den Kindern, abgeschirmt von der Straße, Raum
zur Entfaltung und Umsetzung eigener Ideen. Die Grüne Achse als
Sukzessionsfläche zeigt verschiedene Stadien der für ehemalige
Bahnanlagen typischen Entwicklung der Vegetation, die im Bereich der
Stadtnatur und des anschließenden Flaschenhalses bestandbildend
ist.
Die Freizeitschiene, eine Abfolge weiter Räume, bildet den Rahmen
für die aktive Erholung und Entspannung. Es besteht eine Wechselbeziehung
zu den Raumvariationen, die als intensiv gestaltete Gärten mit
ihrer Beschaulichkeit zum Flanieren und Verweilen einladen.
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